VINCI & LEONARDO
Unter den Gebieten der toskanischen Renaissance liegt das Städtchen von Vinci, in der Nähe von Florenz, ein Reiseziel, das man nicht vergessen kann. Das Städtchen liegt zwischen den südlichen Abhängen des Montalbano und der Ebene von Empoli, in einem durch süße Olivenbäume und Weinrebe geschmückten Gebiet. Hier (in Anchiano) wurde Leonardo da Vinci am 15. April 1452 geboren. Sein Vater, Ser Piero dei Serristori, war schon in seinem Jugendalter Notar in Vinci und später in Florenz, und seine Mutter war eine Bäuerin des Familienlandgutes. Und hier erlebte Leonardo seine Kindheit, bevor er von seinem Vater in die Werkstätte von Künstlern und Malern gebracht wurde, die seine schon angeborene extreme Neugierde für jeden Kenntnistypen bildeten. Leonardo, wie er selbst schrieb, war kein Literat, sondern ein sogenannter „pragmatischer Mann“- die damalige Kategorie der Künstler, Maler und Bildhauer. Er erlebte seine Kindheit auf diesen Hügeln, die sich ihm sein ganzes Leben lang eingeprägt haben. Leonardos Genialität und Erforschungen sind nun ein Bestandteil der Gegend, wo jede Ecke eine Spur von Leonardo ist.
Vinci, jetzt bekanntes Städtchen, da das Genie hier geboren war, ist heute ständiges Reiseziel von Touristen und Kennern des unermesslichen Werkes Leonardos; die Altstadt beherbergt ein modernes Museum seiner Werke, Studien und Bilder. Das Museum findet sich in der Festung in der Altstadt-Mitte, und das faszinierende und zum großen Teil intakte, mittelalterliche Viertel fügt sich in dieses einzigartige Gebiet ein. Nördlich von Vinci liegt Anchiano, wo Leonardos Geburtshaus steht, ein einfaches Bauernhaus des Sechzehnten Jahrhunderts. Hier wurde er geboren und erlebte seine ersten Jahre. Die Landschaft in der Umgebung von Vinci ist auch reich an Sehenswürdigkeiten, dank mehrerer Geschichts- und Architekturzeugnisse, wie die Kirche von San Giusto (12. Jahrhundert), die mit dem Weiß- und Grünmarmor der Brüche von Prato teilweise verkleidet ist. Die Ortschaft ist also sicher ein mittelalterliches Viertel, aber auch ein Gebiet, das man unbedingt besichtigen muss! Bemerkenswert ist zum Beispiel die tausendjährige Steineiche („Leccio“). Sie findet sich im Vorort Foltognano, wenige Kilometer vom Zentrum von Vinci entfernter: Eine beachtliche Umweltschätze.